| 1815 bis 1820 |
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| 1815 |
Georg Christian Freund baut in Berlin die erste Dampfmaschine Deutschlands.
Die Brüder Cockerill gebrauchen als erste Unternehmer in Berlin Dampfkraft für ihre Fabriken.
In Charlottenburg wird der Luisenkirchhof in der Guerickestraße angelegt. |
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| 1816 |
11. Februar Ernst Theodor Amandus Litfaß wird geboren.
20. Februar Johann Erich Biester, Bibliothekar und Herausgeber der „Berlinischen Monatsschrift“ stirbt.
Zum 1. März wird der eigenständige Regierungsbezirk Berlin gebildet (bis 1821).
18. März Der Maler Carl Graeb wird geboren.
3. August Die Oper Undine von E. T. A. Hoffmann wird im
Nationaltheater auf dem Gendarmenmarkt uraufgeführt.
Das erste Dampfschiff, der Mittelraddampfer „Prinzessin Charlotte von Preußen“, wird in Dienst gestellt.
Nach den Plänen Karl Friedrich Schinkels beginnt der Umbau des friederzianischen Domes im Lustgarten.
Johann Friedrich Danneberger erhält das Patent für seine Walzdruckmaschine.
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| 1816 bis 1818 |
Karl Friedrich Schinkel errichtet die Neue Wache als Königswache für die Residenz Friedrich Wilhelms III. im Kronprinzenpalais. |
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| 1817 |
1. Januar Der Chemiker Martin Heinrich Klaproth stirbt.
20. März Friedrich Wilhelm III. ordnet die Bildung des Staatsrats an. Der Staatsrat tritt am 30. März im Berliner Schloß zusammen.
29. Juli Das Nationaltheater auf dem Gendarmenmarkt brennt ab.
28. September Johanna Stegen, das „Heldenmädchen von Lüneburg“ heiratet in Berlin.
31. Oktober Berlin feiert den 300. Jahrestag der Reformation.
Der Buchhändler Johann Karl Philipp Spener und der Buchdrucker Georg Decker bestellen vier Schnelldruckpressen der Firma König & Bauer in Kloster.
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| 1818 |
15. Juni Die Berliner Sparkasse eröffnet.
18. Juni Die Berliner Burschenschaft begeht zum dritten Jahrestag des Sieges bei Waterloo ihr Stiftungsfest in der Hasenheide (Neukölln).
7. November Der Physiologe Emil du Bois-Reymond wird geboren.
Georg Wilhelm Friedrich Hegel erhält eine Professur für Philosophie an der Universität.
Der Bankier Wilhelm Brose erwirbt Land in Pankow und läßt den Brosepark um das „Broseschlößchen“ errichten. |
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| 1818/19 |
Die Dorfkirche Kladow wird nach einem Brand 1808 neu errichtet.
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| 1818 bis 1821 |
Nach den Plänen von Karl Friedrich Schinkel entsteht das Schauspielhaus auf dem Gendarmenmarkt (Konzerthaus). |
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| 1819 |
1. Januar Die erste Ausgabe der Zeitung „Allgemeine Preußische Staatszeitung“ erscheint.
6. Juli Die Demagogen-Verfolgungen in Preußen beginnen.
14. Juli Als einer der ersten Demagogen wird Friedrich Ludwig Jahn verhaftet und für sechs in Spandau inhaftiert.
1. Oktober Der Medailleur Daniel Friedrich Loos stirbt.
7. November Mitglieder der Jüdischen Gemeinde gründen den Verein für Kultur und Wissenschaft der Juden.
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| Um 1820 |
Karl von Treskow legt das Vorwerk Karlshorst an. |
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| 1820 |
3. Januar In der Königlichen Bibliothek wird ein Zeitschriftenlesezimmer eingerichtet.
2. März Die Kaufmannsgilden schließen sich zur Kaufmannschaft (später Handelskammer) zusammen.
30. Mai Der Musiker Gaspare Spontini tritt sein Amt als Generalmusikdirektor des Königs an.
Der Arzt und Stadtverordnete Paul Langerhans wird geboren.
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| um 1820 bis 1824 |
Karl Friedrich Schinkel baut den Gutshof Tegel für Wilhelm von Humboldt zum Tegeleschlößchen aus. |
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| 1821 bis 1830 |
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| 1821 |
15. Januar Peter Christian Beuth gründet den Verein zur Beförderung des Gewerbefleißes in Preußen.
30. März Das Nationaldenkmal auf dem Kreuzberg von Karl Friedrich Schinkel wird am Jahrestag der Einnahme von Paris enthüllt. Zu diesem Anlaß erhält der Tempelhofer Berg den Namen Kreuzberg.
18. Juni Die Oper „Der Freischütz“ von Carl Maria von Weber wird im Nationaltheater auf dem Gendarmenmarkt uraufgeführt.
21. Dezember Der König löst den Regierungsbezirk Berlin auf und schlägt ihn zum 1. Januar 1822 Potsdam zu. Die Stadt Berlin unterstellt er dem Innenministerium.
Peter Christian Beuth gründet das Gewerbe-Institut.
Peter Joseph Lenné gestaltet den Schloßpark Friedrichsfelde neu. |
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| 1821 bis 1824 |
Nach Entwürfen von Karl Friedrich Schinkel entsteht die Schloßbrücke.
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| 1822 |
1. Januar Als erster Wächter des Kreuzberg-Denkmals bezieht Martin Herborn das Wärterhaus.
1. Februar Die Gesellschaft zur Beförderung des Christentums unter den Juden wird gegründet.
27. März Der König begründet die Museums-Baukommission.
25. Juni Der Schriftsteller E. T. A. Hoffmann stirbt.
18. August Friedrich Wilhelm III. hebt die Lehramtsbefähigung für Bürger jüdischen Glaubens auf.
29. September Die Jannowitzbrücke wird eröffnet.
Als erstes der Feldherrndenkmäler Unter den Linden wird die Standfigur des Generals von Scharnhorst, geschaffen von Christian Daniel Rauch aufgestellt.
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| 1823 |
25. Januar Die „Haude und Spenersche Zeitung“ wird als erste Zeitung in Europa auf einer Schnelldruckpresse hergestellt.
Heinrich Heine verläßt Berlin.
Die Gärtnerlehranstalt in Schöneberg wird eröfnnet.
Schloß Köpenick wird während der Demagogenverfolgung als Staatsgefängnis benutzt. |
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| 1824/25 |
Albert Dietrich Schadow errichtet für Friedrich Wilhelm III. nach Plänen Karl Friedrich Schinkels den Neuen Pavillon im Schloßgarten Charlottenburg (Schinkel-Pavillon).
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| 1824 bis 1852 |
Nach den Plänen Karl Friedrich Schinkels entsteht die Friedrichswerdersche Kirche (Mitte). |
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| 1824 bis 1828 |
Karl Friedrich Schinkel erbaut das Alte Museum.
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| ab 1825 |
Die vier Kirchhöfe an der Bergmannstraße in der Luisenstadt (Kreuzberg) werden angelegt. |
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| 1825 bis 1827 |
Karl Theodor Ottmer erbaut die Singakademie (Maxim-Gorki-Theater).
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| 1826 |
27. Oktober Die Malerin Marie von Olfers wird geboren.
Die ersten Gaslaternen werden in der Straße Unter den Linden in Betrieb genommen.
Die Standfigur des Generalfeldmarschalls von Blücher wird Unter den Linden aufgestellt. |
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| 1827 |
22. Juli Marie Anne Madame Du Titre stirbt.
Der Sophien-Friedhof II wird in der Bergstraße (Mitte) angelegt.
Friedrich Wilhelm Langerhans legt den Jüdischen Friedhof in der Schönhauser Allee an.
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| 1829 |
6. September Luise Normann, die Harfenjule, wird geboren.
Die Abholzung der Cöllnischen Heide (Treptow) beginnt. |
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| 1830 |
Das Alte Museum wird dem Publikum geöfnnet. |
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| 1831 bis 1840 |
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| ab 1831 |
Der Alte Luisenstadt Kirchhof I wird angelegt (Südstern, Kreuzberg). |
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| 1832 bis 1834 |
Nach den Plänen Karl Friedrich Schinkels entstehen die vier Vorstadtkirchen für die nördlichen Vororte Berlins: St. Elisabeth (Mitte), Nazarethkirche (Wedding), St. Paul (Gesundbrunnen) und St. Johannis (Moabit).
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| 1833 |
7. März 1833 Rahel Varnhagen stirbt.
Das Café Kranzler eröffnet Unter den Linden. |
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| 1834 |
14. Februar Die Ärztin Henriette Hirschfeld-Tiburtius wird in Westerland auf Sylt geboren.
Der St. Hedwigs-Friedhof in der Liesenstraße wird angelegt (Mitte).
Auf der Weddinger Seite der Straße wird der Kirchhof Dorotheenstadt II angelegt.
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| 1834 bis 1837 |
Karl Ferdinand Langhans erbaut für den Prinzen Wilhelm (I.) das Alte Palais (Palais Kaiser Wilhelms I.) Unter den Linden. |
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| 1835 |
Der Betsaal der evangelischen Brüdergemeinde in Rixdorf (Neukölln) entsteht. |
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| 1837 |
August Borsig gründet seine Maschinenbauanstalt in der Chausseestraße. |
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| 1838 |
Am 29. Oktober beginnt mit der Eröffnung der Eisenbahnstrecke von Berlin nach Potsdam der Eisenbahnverkehr in Preußen. Zur Anlage gehören die Yorckbrücken in Schöneberg.
Peter Joseph Lenné gestaltet die Hasenheide zum Volkspark um. |
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| 1838/1839 |
Die Nikolaikirche in Spandau wird umfassend restauriert und verändert.
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| 1839 |
Die Papiermühle an der Panke in Pankow wird zerstört. |
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| Um 1840 |
Die Tempelhofer Feldmark wird separiert.
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| 1840 |
Friedrich Wilhelm III. stirbt.
Friedrich Wilhelm IV. wird König.
August Borsig entwickelt die erste Lokomotive.
Die eisernen Torflügel am Brandenburg Tor werden durch hölzerne ersetzt.
Der Nervenarzt Moritz Heinrich Romberg übernimmt die Leitung der Universitäts-Poliklinik.
Die Kolonie Neu-Staaken (Spandau) entsteht. |
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| 1841 bis 1850 |
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| 1841 |
Die Bahnlinie Berlin-Anhalt wird eröffnet.
Der preußische Domänenfiskus erwirbt Dahlem, Steglitz und Schmargendorf aus dem Besitz der Familie Beyme.
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| 1842 |
Die Bahnlinie Berlin-Stettin und nach Frankfurt/Oder wird eröffnet. |
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| 1843 |
Köpenick erhält einen Bahnanschluß.
Friedrich Wilhelm IV. stiftet zum dreißigsten Jahrestag der Schlacht bei Dennewitz die Gedenkhalle auf dem Garnisonfriedhof am heutigen Columbiadamm (Neukölln).
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| 1843 bis 1846 |
Friedrich August Stüler erbaut das Neue Museum. |
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| 1844 |
Der Zoologische Garten öffnet.
Die Berliner Gewerbeausstellung findet statt.
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| 1844/45 |
Friedrich August Stüler und Gustav Holtzmann errichten die St. Jacobi-Kirche in der Oranienstraße (Kreuzberg). |
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| 1844 bis 1846 |
Friedrich August Stüler erbaut die Matthäuskirche (Tiergarten).
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| 1845 |
Der Bau des Landwehrkanals beginnt.
Die Luisenstadt wird angelegt. |
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| 1845 bis 1847 |
Theodor Stein und Eduard Römer erbauen das Diakonissen-Krankenhaus Bethanien in der Luisenstadt.
Friedrich Neuhaus und Ferdinand Wilhelm Holz errichten den Hamburger Bahnhof (Tiergarten).
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| 1846 |
Die Bahnlinie Berlin-Hamburg wird angelegt.
Das St.-Hedwigs-Krankenhaus (Mitte) wird als erstes katholisches Krankenhaus der Stadt erbaut. |
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| 1846/47 |
Der Friedhof der freireligiösen Gemeinde in der Pappelallee (Prenzlauer Berg) wird angelegt (aufgelassen). |
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| 1846 bis 1848 |
Gustav Meyer legt den Volkspark Friedrichshain als Gegenstück zum Tiergarten an.
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| 1847 |
14. Mai Die Musikerin Fanny Hensel stirbt.
Werner Siemens und Johann Georg Halske gründen die Telegraphen-Bauanstalt. |
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| 1847/1848 |
Julius Manger erbaut in Spandau die Katholische Marienkirche am Behnitz.
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| 1847 bis 1857 |
Die Figuren für die Schloßbrücke werden geschaffen und ab 1853 aufgestellt. |
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| 1848 |
Märzrevolution |
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6. bis 10. März Tausende Menschen aus dem Handwerker- und Arbeiterstand versammeln sich im Tiergarten In den Zelten und beschließen eine Adresse an den König, in der sie Presse-, Rede- und Versammlungsfreiheit sowie politische Gleichberechtigung aller Bürger fordern. |
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10. März Die Adresse wird von 6 000 Menschen unterzeichnet und der Stadtverordnetenversammlung zur Übermittlung an den König übergeben.
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13. März In den Zelten wird der Beschluß gefaßt, den König zu bitten, ein Ministerium für Arbeiter einzurichten. Während der Rückkehr in die Stadt gibt es blutige Zusammenstöße zwischen Bürgern, Kürassieren und Polizisten.
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16./17. März Bei Volksaufläufen und Versammlungen in der Stadt gibt es wieder Zusammenstöße von Bürgern, Soldaten und Polizisten.
Die Bürger werden aufgerufen, vor das Schloß zu kommen. |
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18. März Der König empfängt die Bürgerdelegationen und erklärt seine grundsätzliche Bereitschaft, ihre Wünsche zu erfüllen.
Auf der Schloßbrücke fallen Schüsse in die Menge der Menschen.
Die Bürger bauen Barrikaden zur Verteidigung gegen die Soldaten. |
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18./19. März Märzrevolution
ArbeiterInnen aus den Industriestandorten in der Chausseestraße (Mitte), Moabit und im Wedding beteiligen sich an den Barrikadenkämpfen.
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19. März Der König erläßt die Proklamation "An meine lieben Berliner". Die Truppen ziehen ab.
Die Leichen der getöteten Bürger werden zum Schloß gebracht, der König aufgefordert, ihnen Ehrerbietung zu erweisen. |
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20. März Der Magistrat teilt mit, daß die politischen Gefangenen aus der Haft und frei gelasen werden. |
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21. März Die Bevölkerung verlangt den König zu sehen. Friedrich Wilhelm IV. begibt sich mit der schwarz-rot-goldenen Fahne auf einen Ritt durch den Stadt. |
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22. März Die 240 toten Zivilisten der Revolution werden auf dem Friedhof der Märzgefallenen in Friedrichshain beigesetzt. Die zwanzig toten Soldaten erhalten ihre Grabstätte auf dem Invalidenfriedhof. |
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| 1848 |
Die Bahnlinie Berlin-Magdeburg wird fertiggestellt.
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| 1849 |
Von der Cöllnischen Heide ist nach Abholzungen nur der Schlesische Busch übrig geblieben. |
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| 1849/50 |
Der Berlin-Spandauer-Schiffahrtskanal wird gebaut.
Eduard Titz errichtet das Friedrich-Wilhelm-Städtische Theater (Deutsches Theater).
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| um 1850 |
Das Voigtland in Lübars entwickelt sich als Niederlassung von Handwerkern. |
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| 1850 |
Das Herrenhaus Blankenfelde wird erbaut.
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| 1850 bis 1853 |
Das Königliche Garnison-Lazarett I in der Scharnhorststraße (Mitte) wird erbaut.
Wilhelm Drewitz errichtet die Kaserne des 1. Garde-Dragoner-Regiments (Mehringdamm, Kreuzberg). |
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| 1851 bis 1860 |
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| 1851 |
Der Bau der Verbindungsbahn zwischen den Radialstrecken entlang der Stadtmauer beginnt.
Das Denkmal Friedrichs II. Unter den Linden wird enthüllt.
Gründung der Discontogesellschaft |
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| 1851 bis 1856 |
Die katholische Pfarrkirche St. Michael wird nach Plänen August Sollers in der Luisenstadt errichtet (Mitte).
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| 1852 |
Christian August Beringer gründet eine Fabrik für giftfreie Farben. |
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| 1853 |
Eine Städtische Bauordnung wird erlassen.
Peter Joseph Lenné legt den Mariannenplatz an (Kreuzberg).
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| 1854 |
Wilhelm Perring gestaltet für Baron Killisch von Horn einen Privatpark in Pankow, den heutigen Bürgerpark. |
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| 1854 bis 1858 |
Friedrich Adler erbaut die St. Bartholomäuskirche in der Friedenstraße (Friedrichshain).
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| 1855 |
Die ersten Litfaßsäulen werden aufgestellt.
Die Standfiguren des Generals York von Wartenburg und des Feldmarschalls von Gneisenau werden Unter den Linden aufgestellt.
Hermann Blankenstein errichtet die Kirche St. Anna in der Luisenstadt.
Der Stadthauptmann Christian Koppe erhält ein Denkmal nach dem Entwurf von Friedrich August Stüler am Koppenplatz (Mitte).
Der Alte St. Matthäus-Kirchhof wird angelegt. |
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| 1856 |
Der Bau der Berliner Wasserleitung und eines englischen Wasserwerkes beginnt.
Bethel Henry Strousberg (Eisenbahnkönig) baut Eisenbahnlinien in englischem Auftrag.
Der Mediziner Rudolf Virchow wird nach Berlin berufen.
Der Polizeipräsident Hinckeldey wird im Duell erschossen.
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| 1856/57 |
Johann Heinrich Strack baut das Kronprinzenpalais für Kronprinz Friedrich (III.) um. |
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| 1857 |
Mit der Linie von Berlin nach Königsberg/Ostpreußen wird die erste staatliche Eisenbahnlinie in Betrieb genommen. |
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| 1858 |
21. August Die Firma Borsig stellt die eintausendste Lokomotive fertig.
Der Historiker Theodor Mommsen kommt nach Berlin und lehrt ab 1861 Alte Geschichte an der Universität.
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| 1858 bis 1860 |
Eduard Knoblauch erbaut das Jüdische Krankenhaus in der Auguststraße (Mitte). |
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| 1859 |
20. Januar Bettina von Arnim stirbt in Berlin.
Eröffnung des Berlin-Spandauer-Schiffahrtskanals
Friedrich Wilhelm IV. läßt gegenüber dem Schloß Charlottenburg zwei Schloßkasernen errichten (Sammlung Berggruen und ehemals Ägyptisches Museum).
In der Linienstraße wird die Feuerwache Stettin (Mitte) erbaut.
Zum 100. Geburtstag Friedrich Schillers am 10. November wird der Grundstein für das Denkmal auf dem Gendarmenmarkt gelegt.
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| 1859 bis 1866 |
Nach den Entwürfen von Eduard Knoblauch wird die Neue Synagoge in der Oranienburger Straße erbaut. Sie wird nach dem Tod Knoblauchs von Friedrich August Stüler beendet. |
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| 1860 |
5. Dezember Das Rathaus zu Charlottenburg wird in der Berliner Sraße eingeweiht.
Das Dorf Bohnsdorf und die Kolonie Neu-Bohnsdorf werden zur Gemeinde Bohnsdorf zusammengefaßt. |
| 1861 bis 1870 |
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| 1861 |
Friedrich Wilhelm IV. stirbt.
Sein Bruder wird als Wilhelm I. König von Preußen.
1. Januar Berlin gemeindet Wedding, Moabit, die Tempelhofer und die Schöneberger Vorstadt ein.
Die Deutsche Fortschrittspartei wird gegründet.
Der Skulpturenschmuck des Alten Museums wird vollendet. |
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| 1861 bis 1869 |
Hermann Friedrich Waesemann errichtet das Berliner Rathaus.
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| 1862 |
Der Bebauungsplan von den Umgebungen Berlins von James Hobrecht wird erlassen.
Der Historiker Philipp Jaffé erhält als erster Gelehrter jüdischer Herkunft in Preußen eine außerordentliche Professur an der Universität.
Das erste Armeejagdrennen findet auf dem Vorwerk Karlshorst statt.
Das Maison de Santé wird in Schöneberg als Kuranstalt eröffnet. |
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| 1864 |
Das Denkmal für den Minister Heinrich Friedrich Karl Freiherr von und zum Stein von Hermann Schievelbein wird am Dönhoffplatz (Leipziger Straße) aufgestellt (heute vor dem Preußischen Landtag, Niederkirchnerstraße).
Köpenick erhält Anschluß an den Dampfschiffahrtsverkehr.
Die Baumschule Späth entsteht auf den Rudower Wiesen (Baumschulenweg).
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| 1864/65 |
Die Bötzow-Brauerei läßt in der Prenzaluer Allee einen Biergarten mit Bierkeller einrichten. |
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| 1864 bis 1868 |
Die Stadtmauer wird abgerissen. |
| 1865 |
22. Juni Die erste Pferdestraßenbahn nimmt zwischen Kupfergraben (Mitte) und Charlottenburg den Betrieb auf.
Der Hamburger Kaufmann Johann Anton Wilhelm Carstenn erwirbt die Rittergüter Lichterfelde und Giesensdorf und legt eine Villenkolonie an. |
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| 1866 |
Die Görlitzer Bahn nimmt den Betrieb auf.
Der Verein zur Förderung höherer Bildung und Erwerbsfähigkeit des weiblichen Geschlechts (Lette-Verein) wird gegründet.
Die Villenkolonie Westend wird gegründet.
Der Muslimische Friedhof wird an den heutigen Columbiadamm (Neukölln) verlegt.
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| 1866 bis 1871 |
Das alte Berliner Rathaus wird abgerissen. Teile der Gerichtslaube werden deponiert und 1871/72 im Park von Babelsberg (Potsdam) in einen Neubau eingefügt. |
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| 1866 bis 1873 |
Nach den Entwürfen von Gustav Möller und August Orth entsteht die Zions-Kirche (Mitte) als Votivkirche anläßlich der Errettung Wilhelms I. beim Badener Attentat.
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| 1866 bis 1876 |
Johann Heinrich Strack führt nach den Plänen Friedrich August Stülers und Skizzen Friedrich Wilhelms IV. die Alte Nationalgalerie aus.
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| 1867 |
Berlin wird Hauptstadt des Norddeutschen Bundes.
Die Bahnlinie Berlin-Görlitz nimmt den Betrieb auf.
Der Bau des Stadtbahnrings beginnt.
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| 1868 |
Der Abriß der Stadtmauer ist beendet.
Die Siemens-Martin-Anlage, die die Eisen- und Stahlproduktion steigern soll, nimmt den Betrieb auf.
Heinrich Adolf Bardeleben wird Leiter der Chirurgischen Klinik der Charité.
Gropius & Schmieden erbauen das Schloß Biesdorf. |
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| 1868 bis 1874 |
Heino Schmieden und Martin Gropius errichten unter dem Einfluß von Rudolf Virchow das erste Städtische Krankenhaus Berlins in Friedrichshain.
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| 1869 |
Das neue Rathaus ist fertiggestellt.
Der Verband deutscher Frauenbildungs- und Erwerbsvereine wird gegründet.
Die Hochschule für Musik wird gegründet.
Das Schillerdenkmal auf dem Gendarmenmarkt wird enthüllt.
Nabbath erbaut für Prinz Friedrich Karl das Jagdschloß Dreilinden.
30. April Der Architekt Hans Poelzig wird in Berlin geboren.
11. Mai Alfred Brehm eröffnet das Berliner Aquarium Unter den Linden 68 a Ecke Schadowstraße.
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| 1869 bis 1871 |
Eduard Bürkner erbaut die Friedenskirche in Pankow. |
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| 1869 bis 1872 |
Gustav Meyer legt den Humboldthain an (Wedding).
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| 1870 |
5. Januar Moritz Lazarus und Israel Marcus Salomon gründen die Hochschule für die Wissenschaft des Judentums.
10. Januar Johanna Gräbert, Theaterleiterin, stirbt.
22. Januar Privatbankiers gründen die Deutsche Bank.
20. Februar Der Maler Carl Wilhelm Gropius stirbt.
1. April Der Verband deutscher Frauenbildungs- und Erwerbsvereine gibt erstmals die Zeitschrift „Der Frauenanwalt“ heraus.
Die erste Ausgabe der Arbeiter-Wochenzeitschrift „Agitator“ erscheint.
4. April Der Physiker, Chemiker und Technologe Heinrich Gustav Magnus stirbt.
29. April Heinrich Stephan erhält die Ernennung zum Generalpostmeister der Norddeutschen Bundespostverwaltung.
20. Juli Der Augenarzt Friedrich Wilhelm Ernst Albrecht von Graefe stirbt.
3. September Königin Augusta läßt die Nachricht von der Kapitulation des französischen Heeres nach der Schlacht bei Sedan am 2. September 1870 veröffentlichen.
12. Dezember Die katholische Tageszeitung „Germania“ erscheint erstmals.
Charlottenburg zählt eine Bevölkerung von 16 000 Menschen.
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| Ab 1870 |
Der Köllnische Park entsteht nach dem Entwurf von Gustav Meyer in Neucölln am Wasser (Mitte).
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| 1870/71 |
Friedrich August Stüler und Eduard Bürkner erbauen die Dorfkirche Marzahn.
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- gerhild komander 8/06 -
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