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| Nr. 10, Juni 2007 |

Ein Schwede im Berliner Untergrund

Alfred Grenander und die Architektur der Berliner U-Bahnhöfe


von Gerhild H. M. Komander 


Nach Studium an der Technischen Hochschule Charlottenburg (TU Berlin), Mitarbeit bei Alfred Messel und Paul Wallot eröffnet er ein eigenes Architekturbüro. Alfred Grenander, geboren 1863 im schwedischen Sköfde, baut hoch und tief. Denn ab dem Jahr 1900 ist Grenander Chefarchitekt der Berliner Hoch- und U-Bahn.

Die Bahnhöfe Olympiastadion, Frankfurter Tor, Wittenberg- und Hermannplatz, Kochstraße, Gesundbrunnen entwirft er. In den U-Bahnstationen entfaltet er mit farbiger Wandkeramik ganz eigene Räume: U 8, U 6 (Südstrecke), U 5. Die sorgfältige Durcharbeitung, das Spiel mit Licht auf Materialoberflächen, die expressionistische Verfremdung traditioneller Architekturformen charakterisieren seine Werke.

Die Ausstellungen zu seinem 75. Todestag im Deutschen Technikmuseum, der Schwedischen Botschaft und an den Orten seines Wirkens stellen Alfred Grenanders Architektur vor. Sie werden einem breiten Publikum vermitteln, wie die U-Bahn die Wahrnehmungsgewohnheiten und Erfahrungswelten der Großstädter im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts verändert und geprägt hat.


Ausstellung:

Deutsches Technikmuseum, U-Bahnhöfe, Schwedische Botschaft
14. November 2006 bis 19. August 2007 


Deutsches Technikmuseum

Trebbiner Straße 9, Kreuzberg, Telefon: 902 54 - 0

Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag 9.00 bis 17.30 Uhr
Sonnabend, Sonntag, feiertags 10.00 bis 18.00 Uhr
Montag geschlossen

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