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| Nr. 10, Juni 2007 |

Der Maler Franz Krüger

Lebenslauf und Werk


von Gerhild H. M. Komander


Lebenslauf

1796  Am 3. September wird Franz Krüger in Großbadegast bei Köthen geboren.
1812/13  Studium an der Königlichen Akademie der Künste Berlin
1818  Porträtaufträge von August Prinz von Preußen und Neidhardt Graf von Gneisenau
1825  Heirat mit der Künstlerin Johanna Eunicke
Ernennung zum Königlichen Professor und ordentlichen Mitglied der Akademie

1832  Erste Reise nach St. Petersburg auf Einladung des Zaren Nikolaus I.
Franz Krüger wohnte seit 1832 Behrenstraße 63 Ecke Mauerstraße, Mitte. Er malte und zeichnete vornehmlich Pferde und Hunde - Motive, die seiner persönlichen Neigung zu diesen Tieren entsprangen -, Jagdszenen und Paraden. Zu den großformatigen und figurenreichen Parade-Bildern - wie dem Werk Parade auf dem Opernplatz, Unter den Linden - fertigte Krüger hunderte von Porträtzeichnungen an. Darunter befinden sich viele Porträts von EinwohnerInnen Berlins, auch Künstlerkollegen wie Johann Gottfried Schadow, Adolph Menzel und Carl Begas. Mit diesen Bildern schuf Franz Krüger auch Bilder zur Berliner Geschichte und Stadttopographie.

1839/40  Aufenthalt in Hannover bei Ernst August II. König von Hannover
1844/45  Reise nach St. Petersburg
1846  Reise nach Paris; Besuch bei Eugène Delacroix
1847  Reise nach St. Petersburg
1848  Aufenthalt in Dessau während der Revolution in Berlin
1850/51  Reise nach St. Petersburg
1854  Reise nach Schwerin zu Friedrich Franz II. Großherzog von Mecklenburg-Schwerin
1855  Beteiligung an der Pariser Weltausstellung
1856  Tod seiner Ehefrau
1857  Am 21. Januar stirbt Franz Krüger in Berlin. Er wird auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof begraben.


Werke (Auswahl):

um 1817 August Prinz von Preußen
1820  Ein Marsch preußischer Kavallerie (Gneisenau)
1824  Elisabeth Königin von Preußen
1826  Otto von Bismarck als Schüler
1829  Eine preußische Parade / Parade auf dem Opernplatz, Auftrag des Zaren Nikolaus I.
1832  Ausritt des Prinzen Wilhelm (I.) mit dem Künstler
Friedrich Wilhelm III. zu Pferde
1839  Eine preußische Parade / Parade auf dem Opernplatz, Auftrag König Friedrich Wilhelms III.
1844  Huldigung der preußischen Stände vor König Friedrich Wilhelm IV. in Berlin am 15. Oktober 1840
um 1845  Friedrich Wilhelm IV.
1847  Porträts der Zarenfamilie
1849  Parade in Potsdam
1855  Die Hunde des Künstlers


Literatur:

„preußisch korrekt, berlinisch gewitzt“. Der Maler Franz Krüger 1797-1857, hg. von der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg und des Kupferstichkabinetts der Staatlichen Museen zu Berlin PK, Katalog zur Ausstellung, München: Deutscher Kunstverlag 2007

Max Osborn: Franz Krüger, hg. von Kerstin Englert, Berlin 1997

Renate Franke: Berlin vom König bis zum Schusterjungen. Franz Krügers „Paraden“, Bilder preußschen Selbstverständnisses, Frankfurt a. M. 1984

Max Osborn: Franz Krüger, Bielefeld und Leipzig 1910

Margarete Cohn: Franz Krüger. Leben und Werke, Breslau 1909


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