www.berliner-lindenblatt.de - Die Zeitung für Berliner Geschichte: Berlin-Bücher, Berlin-Chronik, Berlin-Themen, Berlin-Veranstaltungen
Startseite arrow Stadtteile arrow Berlin im Mittelalter
Aktuelle Themen
Mittwoch, 19. Juni 2013
Startseite
Stadtführungen Berlin
Suche
Berliner Geschichte
Architektur
Berliner Straßen
Bildung
Biographien
Geschichte
Künste
Literatur
Sozialwesen
Spaziergänge
Stadtteile
Technik & Verkehr
Wirtschaft
Berlin im Überblick
Adressen / Links
Chronik Berlin
Retrospektive
Berliner Bürgermeister
Lindenblätter
Pin-up-Galerie
Kaffeehaus Berlin
Fundstücke
Berlin im Museum
Berlin erzählt
Berlin-Bücher
Bücherblatt 2008
Bücherblatt 2007
Bücherblatt 2006
Von gestern
Unverzichtbar
Register AutorInnen
Register Themen
Service
Übersicht
Themenübersicht
Presse
Impressum




| Nr. 13, September 2007 | 

Berlin im Mittelalter

Die Kaufmannssiedlungen Berlin und Cölln


Von GERHILD H. M. KOMANDER
 

Am Anfang der Geschichte Berlins standen zwei Städte: Cölln und Berlin. Es existieren keine Gründungsurkunden, keine Gründungsdaten und deshalb auch keine sicheren Namen von Stadtbegründern.

Wahrscheinlich ist, daß beide Städte aus Kaufmannssiedlungen hervorgingen, die in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts im Zuge der deutschen Ostsiedlung entstanden waren - möglicherweise sogar schon früher und unabhängig von der deutschen Ostsiedlung als Handelsniederlassungen im Fernhandelssystem deutscher Kaufleute.

Slawische Siedlungen als Ausgangspunkte können durch die neuere archäologische Forschung hier ausgeschlossen werden. Das ist etwa im Falle Köpenicks, das bis 1920 selbständige Stadtgemeinde war, anders. Köpenick war seit dem 9. Jahrhundert kontinuierlich von Slawen besiedelt. Zur Zeit der ersten askanischen Markgrafen von Brandenburg war Fürst Jaxa von Copnic Burgherr (um 1157). Aus seiner Burg ging das heutige Schloß Köpenick hervor.

In Berlin und Cölln hat es nie eine Burg gegeben.
Das Alter der Doppelstadt Berlin-Cölln wird nach der Ersterwähnung gezählt:
Cölln 1237, Berlin 1244.

Zu dieser Zeit waren beide bereits vollausgebildete Städte, die ihr Stadtrecht wenige Jahre zuvor von den Brüdern Johann und Otto, die als Markgrafen aus dem Geschlecht der Askanier gemeinsam regierten, erhalten hatten.
Sie lagen an der Grenze zum slawischen Herrschaftsbereich, in den die brandenburgischen Markgrafen erst seit 1210 nach allen Richtungen erfolgreich vordrangen. 
Von Anfang an gehörten Berlin und Cölln der Hanse an (1518 ausgeschlossen). Ihr Handel etwa mit der Hansestadt Hamburg übertraf binnen kurzer Zeit den aller anderen märkischen Städte. Das belegt das Hamburger Schuldenbuch (1288-1307/08).

In diesem Zusammenhang wirft der Berlin-Historiker Müller-Mertens die Frage auf:
Waren niederrheinisch-westfälische Kaufleute, die bereits im flandrisch-ostelbischen Handel etabliert waren und enge Beziehungen zu Hamburg und anderen Handelsstädten unterhielten, führend an der Gründung Berlins und Cöllns beteiligt?
Ist Berlin schon von seiner Herkunft her hansisch?

Zurück zum Seitenanfang

Zurück zum Überblick Stadtteile

- © gerhild komander 9/07 -