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Fundstücke aus der Berliner Geschichte

aus Berliner Zeitungen und Dokumenten


| Nr. 36, August 2009 | 

Berlin geht baden 

Badeanzüge anno 1913 


Image

Aus:

Kaufhaus des Westens. Illustrierter Hauptkatalog, Berlin 1913

 

| Nr. 35, Juli 2009 | 

Es ist Sommer in der Stadt 

Schramms Seebad Wilmersdorf 


Seebad Wilmersdorf

Aus:

Katalog Große Berliner Kunst-Ausstellung 1908, Berlin 1908, Anzeigenteil  


| Nr. 34, Juni 2009 |

Weiße Kleider von Linon und türkisches Garn

Frauenkleider im königlichen Berlin 


Bei den Damen ist im Sommer die Hauptfarbe weiß. Des Morgens tragen sie Linonhauben, Stroh-, Bast- und Atlashüte ohne Unterschiede der Farbe und Form, weiße Kleider von Linon oder Musselin ... Auch tragen sie morgens und abends einen bis auf den Schuh gehenden schwarzen Taftmantel.

Mittags tritt eine leichte gelockte oder dick gekreppte Frisur an die Stelle des Hutes oder die Haube ... Viele bleiben auch im Morgenkleide und legen anstatt des Mantels ein viereckiges Halstuch von Musselin, Milchflor und dergleichen an und gehen so auf die Promenaden und ins Schauspiel.

Zu Teevisiten, denn die Kaffees sind jetzt ganz außer Mode, ist man etwas strenger bei der Toilette. Andere kleiden sich auch schon des Morgens früh in Taftkleider mit Federn, Blumen und Bändern geschmückt ...

Es wird jetzt fast alles mit blauem und rotem Garn gestickt, und die brillantene seidene Stickerei ist dadurch dast ganz verdrängt worden. Das türkische Garn kann man hier in allen Farben echt haben.

Im Winter ist die Hauptfarbe der Damenbekleidung Schwarz. Man beobachtet eben die Veränderung für die Tageszeit und wechselt oft ebensowenig wie im Sommer. Man trägt übrigens Kapots, lange Pelzmäntel, wattierte Enveloppen, lange Leibpelze, Atlas und Taft.

Aus:

Johann Daniel Rumpf: Berlin. Oder die Darstellung der interessantesten Gegenstände dieser Residenz, Berlin 1793


| Nr. 33, Mai 2009 | 

Auskünfte, Werbeschriften in elf Sprachen

Das Fremdenverkehrsamt Berlin 1935

Fremdenverkehrsamt Berlin 1935 

Aus:

Grosse deutsche Kunstausstellung 1939 im Haus der Deutschen Kunst zu München vom 16. Juli - 15. Oktober 1939, offizieller Ausstellungskatalog


| Nr. 32, April 2009 | 

Max Slevogt, wundervoll primitiv ...

Coranna, eine echte Indianergeschichte


Max Slevogt 1908

Aus:

Freie Secession 1908. Katalog der ersten Ausstellung der Freien Secession Berlin 1908, Verlag der Ausstellungshalle am Kurfürstendamm G.M.B.H., Berlin W. Victoriastraße 35 

 

| Nr. 31, März 2009 |

Jubiläumsfirmen des Jahres 1925 im Adressbuch Berlin

Grieneisen und Co.

Berliner Geschichte im Adressbuch Berlin 1925

Aus: Adressbuch Berlin 1925


| Nr. 30, Februar 2009 |

„Ich bin mir selbst Licht genug!“
 

Schon in früheren Zeiten hatten die Berliner den Hang zum grotesk Bildhaften, wie diese aus der Biedermeierzeit stammende Anekdote beweist: Ein schlanker Gardeleutant bemüht sich eines Abends einer jungen Dame, die von ihrem Dienstmädchen nach Hause begleitet wurde, unter den Hut zu sehen.

„Soll ick vielleicht leichten?“ fragt höhnisch das Mädchen, indem sie ihm die Blendlaterne unter die Augen hält.
„Nein!“ antwortet der Leutnant, „auf Ehre, ich bin mir selbst Licht genug!“
„Ach, det is schade“, versetzt das Dienstmädchen, “det is ewig schade, det Sie nich bei uns uff'n Flur hängen!“

Aus:

Hans Ostwald: Was nicht im Wörterbuch steht. Berlinerisch, mit vielen Zeichnungen von Heinrich Zille, Karl Arnold und Rudolf Großmann, München: R. Piper

| Nr. 29, Januar 2009 |

Die Herrnhuter in der Wilhelmstraße und zu Rixdorf


Brüder- oder Herrnhuther-Gemeine.

Sie steht unter der Unions-Direction zu Herrnhuth und hängt mit der Gemeine zu Ricksdorf zusammen. Hier hat sie ohngefähr 160 Mitglieder, und eben so viele in dem benachbarten Dorfe Ricksdorf. Es halten sich aber mehrere zu dem Gottesdienst der Gemeine, ohne Herrnhuther zu seyn.

Sie hat ihren eigenen Prediger, Vorsteher und Küster, die von der Unions-Direction gewählt, und nach deren Willkühr bald hier, bald dorthin versetzt werden. Die Gemeine hat einen Betsaal, in ihrem Gemein-Hause, Wilhelmsstraße No. 136.

Außer dem Gemein-Hause hat die Herrnhuther-Gemeine in der Wilhelmsstraße No. 7 noch ein Brüder- und Schwester-Haus. In dem Brüderhause wohnen größtentheils Lein- und Kattunweber. Sie treiben ihre Geschäfte fabrikmäßig und handeln mit sogenannten Herrnhuther Leinewand, Kattun, Band. Auch befindet sich darin ein Absteige-Quartier für reisende Herrnhuther, die darin unentgeltlich aufgenommen werden. Das Schwesternhaus ist von dem Bruderhause getrennt.

Aus:

Johann Christian Gädicke: Lexicon von Berlin und der umliegenden Gegend. Enthaltend alles Merkwürdige und Wissenswerthe von dieser Königsstadt und deren Gegend. Ein Handbuch für Einheimische und Fremde, Berlin: Gädicke 1806

 

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